Wanderung über das Gottesackerplateau zum Hahnenköpfle

Ein Klassiker im Schwarzwassertal ist die Rundwanderung aus dem „Wäldele“ über das Gottesackerplateau hinauf zum Hahnenköpfle (2.085 m) und unterhalb des Hohen Ifen wieder zurück ins Tal. Die Tour bietet neben knackigen Anstiegen und alpinen Wegen ein schönes Gipfelerlebnis und traumhafte Aussicht. Vor allem das Panorama der Allgäuer und Lechtaler Alpen, die felsige Landschaft des Gottesackerplateaus und an klaren Tagen die Sicht bis hin zum Bodensee sind herrlich.

Startpunkt der Wanderung ist die Bushaltestelle beim Jugendferienheim Haus Sonnblick im Kleinwalsertal. (Navi: Wäldelestraße 30, A-6992 Hirschegg, Parkmöglichkeit an einem kleinen Wanderparkplatz gegenüber) Von dort aus führt ein Forstweg am Haus waldeinwärts in Richtung Gottesackerplateau und Hahnenköpfle. Der Forstweg entwickelt sich schnell zu einem felsigen und verwurzelten Waldweg, der nun stetig nach oben führt. Dabei bieten uns die rot-weißen Wegmarkierungen immer eine gute Orientierung. Mit moderater Steigung führt uns der Weg nun links an einer Felswand entlang bis wir den Wald an einer kleinen Hütte mit historischem Jäger- und Hirtenlager wieder verlassen.

Hier beginnt nun auch der aussichtsreiche Teil der Wanderung, der vorerst von Latschen und diversen Sträuchern geprägt ist. Der Weg schlängelt sich durch die Latschen und Felsen und führt stetig aufwärts, dabei haben wir das Plateau bereits vor Augen. Nach einigen Kurven gelangen wir schließlich zum Beginn des felsigen Aufstiegs auf das Gottesackerplateau. Der erste Aufstieg hoch zum Plateau-Sattel lässt sich aufgrund des trittfesten Gesteins gut bewältigen, ist aber durchaus knackig steil. Oben angekommen, steht man vor der „verwunschenen Alpe“, die sich auch gut als Rastplatz eignet. Von hier führt uns der Weg links weiter in Richtung Hoher Ifen, den wir von nun an stets im Blick haben.

Wir wandern zunächst über einen Wanderpfad in zahlreichen Kurven weiter hinauf, bis der Weg deutlich steiniger wird. Wir folgen den rot-weißen Markierungen, die uns durch die zerklüftete Gesteinslandschaft führen und balancieren dabei von Fels zu Fels. Nach einem weiteren steilen Aufstieg durch eine Rinne erreichen wir das steinerne Meer des Gottesackerplateaus, das sich imposant vor uns bis hin zur Bergstation des Skigebiets beim Ifen erstreckt. Hier lohnt es sich wirklich, sich ein wenig Zeit für das Panorama aus einem Meer an zerklüfteter Felslandschaft zu nehmen.

Von nun an halten wir uns rechts und folgen den Markierungen durch die Steinlandschaft in Richtung Hahnenköpfle, unserem auserkorenen Gipfel-Ziel, das wir bereits vor Augen haben. Beim Wandern über die Steine geht der Blick regelmäßig nach unten, da man sonst leicht in eine der teilweise tiefen Spalten treten kann. Die letzten Meter geht es über treppenähnlich angelegtes Gestein hinauf zum Gipfelkreuz des Hahnenköpfle, an dem wir umgebe von Dohlen eine wohlverdiente Rast einlegen.

Vom Gipfel führt uns der Abstieg des Rundwegs unterhalb der Wände des Hohen Ifen entlang in Richtung Skigebiet. Dabei lassen wir das Bergrestaurant Hahnenköpfle links liegen und folgendem dem Wanderpfad hinab in Richtung Mittelstation. Von hier aus führt der Weg entweder links weiter in Richtung Wald oder alternativ geradeaus weiter in Richtung Talstation. Wir wählen diesen Weg und steigen in Serpentinen hinab zur Talstation an der Auenhütte. Von hier aus führt ein breiter Waldweg wieder zurück zum Ausgangspunkt beim Haus Sonnblick „Im Wäldele“.

Fazit zur Rundwanderung über das Gottesackerplateau zum Hahnenköpfle

Die Wanderung über das Gottesackerplateau bietet eine gelungene Mischung aus sportlicher Herausforderung, alpinem Wandern und herrlichem Panorama. Im oberen Bereich benötigt man eine gute Orientierung, da man in der spektakulären Gesteinswüste immer wieder nach dem richtigen Weg Ausschau halten muss. Für den Abstieg sind Wanderstöcke sehr hilfreich. Die angegebene Gehzeit von 3 ¼ Stunden ab dem Startpunkt bis zum Hahnenköpfle ist unserer Meinung nach für konditionsstarke Wanderer gut machbar. Dennoch sollte ausreichend Zeit für Pausen und den Abstieg eingeplant werden. Alles in allem ist die Wanderung vom über das Gottesackerplateau zum Hahnköpfle eine schöne Genusstour, auch wenn der Abstieg über das Skigebiet nicht mit dem herrlichen Aufstieg mithalten kann.

Tourinfos:

Gehzeit Im Wäldele – Hahnenköpfle – Im Wäldele: ca. 5,5 h
Höhenmeter: ca. 840 Hm
Beste Jahreszeit: Sommer und Frühherbst
Passende Wanderkarte: Kompass Wanderkarte Allgäuer Alpen – Kleinwalsertal

 

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